Sternkarten und Apps
Ob Papier oder Bildschirm: Mit einer Sternkarte findest du heraus, was gerade am Himmel steht.
Zuletzt aktualisiert: 15.10.2026 · Von Michael Plangger · So wählen wir aus

Ohne Karte bleibt der Sternenhimmel ein Durcheinander aus Lichtpunkten. Mit einer Karte wird daraus eine Landschaft mit Wegweisern: Sternbilder, Planeten, Sternhaufen. Für den Anfang hast du zwei Möglichkeiten – Papier oder App. Beide haben ihre Stärken.
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Die drehbare Sternkarte
Eine drehbare Sternkarte besteht aus zwei Scheiben: unten die Sterne, oben eine Deckscheibe mit einem Fenster. Der Rand des Fensters ist dein Horizont. Am Rand der Sternscheibe steht eine Datumsskala, auf der Deckscheibe eine Uhrzeitskala.
So stellst du sie ein:
- Datum gegen Uhrzeit drehen, bis das heutige Datum neben der gewünschten Uhrzeit steht.
- Sommerzeit beachten: Die Karten zeigen meist die Winterzeit. Im Sommer stellst du deshalb eine Stunde früher ein (also 22 Uhr Sommerzeit = 21 Uhr auf der Karte).
- Richtig halten: Schau nach Süden und halte die Karte so, dass «Süden» unten ist. Die Himmelsrichtungen auf dem Rand wirken vertauscht – das ist richtig, weil du nach oben schaust und nicht auf den Boden.
- Mitte = Zenit: Was in der Mitte des Fensters liegt, steht direkt über dir.
Jede Karte ist für eine bestimmte geografische Breite gebaut, viele deutschsprachige Karten für 50° Nord. Für Deutschland passt das gut genug. Am Rand der Karte sind die Sternbilder stärker verzerrt als in der Mitte.
Welche Astronomie-Apps haben sich bewährt?
Apps zeigen den Himmel für jeden Ort und jede Uhrzeit, auch Planeten, Mondphasen und die Raumstation. Einige bewährte Programme:
| Programm | Plattform | Kosten | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Stellarium | Windows, macOS, Linux; im Browser als «Stellarium Web» | kostenlos, freie Software | Standardkatalog mit über 600 000 Sternen, gut zur Planung am Computer |
| SkySafari (Simulation Curriculum) | Handy und Tablet | kostenpflichtig, in mehreren Ausbaustufen | «Night Vision»-Modus, Teleskopsteuerung in den größeren Versionen |
| Sky Tonight (Vito Technology) | Handy und Tablet | gratis, mit kostenpflichtigen Zusatzfunktionen | Nachtmodus, einfache Bedienung |
Preise und Funktionen ändern sich laufend; schau vor dem Kauf in den App-Store (Stand Oktober 2026).
Augmented Reality – praktisch, aber mit Tücken
Viele Apps zeigen den Himmel passend zur Richtung, in die du das Handy hältst. Das ist bequem, aber der Kompass im Handy ist oft ungenau, besonders in der Nähe von Autos, Metallgeländern oder Teleskopen. Kontrolliere die Anzeige deshalb an einem hellen Stern oder Planeten.
Papier oder App?
- Zum Lernen der Sternbilder: drehbare Sternkarte.
- Zum Planen am Abend vorher: Stellarium oder eine App.
- Draußen am Teleskop: das, was dich am wenigsten blendet – also Karte mit Rotlicht oder App im Nachtmodus.
Später kommen oft ein Sternatlas oder ein Beobachtungsführer dazu, um Objekte gezielt mit Star-Hopping zu finden.
Häufige Fragen
Welche App ist für den Anfang am besten?
Warum stimmt meine Sternkarte nicht mit dem Himmel überein?
Quellen (4)
- Wikipedia: Drehbare Sternkarte (abgerufen 14.10.2026)
- Stellarium – Planetarium-Software (abgerufen 14.10.2026)
- Simulation Curriculum: SkySafari 8 Plus (App Store) (abgerufen 14.10.2026)
- Vito Technology: Sky Tonight (App Store) (abgerufen 14.10.2026)
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