Neptun ist der einzige Planet unseres Sonnensystems, den du mit bloßem Auge nicht sehen kannst. Er wurde 1846 nicht durch Zufall entdeckt, sondern zuerst berechnet: Urbain Le Verrier sagte seine Position aus Störungen der Uranusbahn voraus, Johann Galle fand ihn in Berlin gleich in der ersten Suchnacht.
Im Fernglas
Mit knapp 8 mag ist Neptun in einem guten Fernglas sichtbar – aber nur als schwacher Lichtpunkt, der sich von den Sternen nicht unterscheidet. Ein Stativ hilft sehr. Am besten vergleichst du das Sternfeld mit einer Karte, die Neptuns Position für dein Datum zeigt.
Im Teleskop
Bei 150- bis 200-facher Vergrößerung und ruhiger Luft zeigt sich ein winziges, bläuliches Scheibchen – nur gut zwei Bogensekunden groß. Mehr ist mit Amateurgeräten nicht zu sehen. Die blaue Farbe kommt, wie bei Uranus, vom Methan in der Atmosphäre.
Was du erwarten darfst
Neptun ist ein Ziel für Geduldige. Der Reiz liegt im Finden: Das Licht, das du siehst, war vier Stunden von der Sonne bis zu Neptun unterwegs und dann noch einmal so lange zurück zu dir.
Mehr über Neptun und Triton findest du auf Kosmoskop.
Häufige Fragen
Kann man Neptun mit bloßem Auge sehen?
Nein. Neptun ist der einzige Planet, der ohne Optik nicht sichtbar ist (NASA). Mit rund 7,8 mag brauchst du mindestens ein Fernglas.
Wie sieht Neptun im Teleskop aus?
Als winziges bläuliches Scheibchen von gut zwei Bogensekunden – bei hoher Vergrößerung und ruhiger Luft. Einzelheiten sind nicht sichtbar.