Uranus ist der erste Planet, der mit einem Teleskop entdeckt wurde: William Herschel fand ihn 1781 und hielt ihn zunächst für einen Kometen. Für Einsteiger ist er ein schönes «Suchziel» – das Finden ist hier das eigentliche Erlebnis.
Mit bloßem Auge
Mit 5,6 mag liegt Uranus an der Grenze dessen, was das Auge unter sehr dunklem Himmel sieht. Nur an einem wirklich dunklen Ort und wenn du genau weißt, wo er steht, kannst du ihn als schwaches Sternchen erhaschen. In der Stadt hast du keine Chance. Mehr dazu unter Grenzgröße.
Im Fernglas
Im Fernglas ist Uranus leicht zu sehen, sieht aber aus wie ein Stern. Wer genau hinschaut, bemerkt einen leicht bläulich-grünen Farbton. Die Farbe kommt vom Methan in seiner Atmosphäre.
Im Teleskop
Ab etwa 100- bis 150-facher Vergrößerung wird aus dem Punkt ein winziges, blassgrünes Scheibchen ohne Einzelheiten. Gerade das unterscheidet ihn von den Sternen, die auch bei hoher Vergrößerung Punkte bleiben. Seine Monde sind für kleine Teleskope zu schwach.
Was du erwarten darfst
Ehrlich: Optisch ist Uranus unspektakulär. Spannend ist das Wissen, dass du einen Planeten siehst, dessen Licht rund zweieinhalb Stunden von der Sonne zu ihm und nochmals so lange zu dir unterwegs war – und der sich fast «liegend» um die Sonne dreht: Seine Achse ist um rund 98° geneigt.
Mehr über Uranus findest du auf Kosmoskop.
Häufige Fragen
Kann man Uranus mit bloßem Auge sehen?
Nur knapp: Mit rund 5,6 mag liegt er an der Sichtbarkeitsgrenze. Unter sehr dunklem Himmel und mit genauer Karte ist er erkennbar, in der Stadt nicht.
Wie erkenne ich Uranus im Fernglas?
Er sieht aus wie ein Stern, wirkt aber leicht bläulich-grün. Sicher erkennst du ihn daran, dass er sich über einige Abende vor den Sternen verschiebt.